Sexuelle Neigungen einfach ausleben

Jeder hat so seine sexuellen Neigungen. Aber viele trauen sich nicht, diese einfach auszuleben. Schuld daran hat nicht zuletzt auch unsere Gesellschaft.

Lebt Eure sexuellen Neigungen einfach aus
Lebt Eure sexuellen Neigungen einfach aus

Willenlose Sklaven, die in lächerlich wirkender Kleidung vor einer Domina herumrutschen und voller Inbrunst ihre Stiefel lecken – das ist das Bild, dass die Medien uns von BDSM vermitteln. So was erscheint uns dann schon etwas krank, wenn eine Frau von ihrem Mann gepeitscht wird und dabei unter Tränen nach mehr bettelt, dann macht das auch keinen besseren Eindruck. Dumm ist nur, wenn man sich irgendwann selbst für pervers hält, wenn einem mal solche erotischen Gedanken kommen und man diese auch noch anregend findet!

Ja ja, unsere Gesellschaft. Sie propagiert immer wieder, wie offen sie doch ist. Wie tolerant. Und überhaupt – keiner würde sich je erlauben Vorurteile zu haben. Wir sind doch alle stolz darauf, dass wir jetzt Schwulsein schon seit einigen Jahren nicht mehr als Krankheit bezeichnen. Und mit einem schwulen Bürgermeister in Berlin haben wir doch gezeigt, dass wir Neuem offen gegenüberstehen – und die Witze, die wir darüber machen, sind natürlich nicht so gemeint. Aber diese Leute, die sich gerne schlagen und so. Ja, die haben doch wirklich einen an der Waffel. Die sollte man allesamt zum Psychologen schicken. Oder besser noch: Man sollte sie gleich wegsperren, diese Perversen!

So sieht es aus, wenn man unserer Gesellschaft den Spiegel vor die Nase hält. Alle wollen tolerant sein – und doch akzeptiert keiner das Anderssein. Und das kann echt zu Problemen bei den Leuten führen, die auf einmal eine sexuelle Neigung in sich entdecken, die in der Gesellschaft vollkommen verpönt ist. So ging es auch neulich einer Freundin von mir. Vollkommen geschockt erzählte sie mir von ihrem neuen Freund. Er wollte sie im Bett doch tatsächlich ein bisschen fesseln, also die Hände. Und zur Krönung des ganzen gab er ihr auch noch einen festen Klapps auf den Po – während er sie recht hart von hinten nahm. Sie tat vollkommen entsetzt, leider sagten ihre Augen aber die Wahrheit. Die funkelten nämlich auf bei der Erzählung und verrieten, das es ihr gefallen hat.

Nachdem ich ihr die Story nicht abgekauft hatte und ihr auch deutlich sagte, was ich dachte, wurde sie knallrot. Sie stammelte irgendwas vor sich hin und plötzlich schoss es aus ihr heraus: Ja, es hat mich richtig geil gemacht – aber das ist doch pervers! Ich konnte mir ein Lachen nur mit Mühe unterdrücken. Warum macht sie sich Sorgen über ihre angebliche Perversität, wenn sie und ihr Freund Spaß an dem Spiel hatten? Allein das sollte doch zeigen, dass alles in Ordnung ist. Aber nein, meine Freundin macht sich seitdem panisch Gedanken darüber, ob sie nicht lieber doch gleich mit dem Freund Schluss machen sollte, bevor sie auch noch richtig pervers wird!

So weit hat es also unsere Gesellschaft gebracht. Da sind zwei Menschen, die mögen sich, haben guten Sex und sind sogar so kreativ etwas Neues auszuprobieren, woran sie auch noch beide Spaß haben. Und dann lassen sie sich von verstaubten Moral-Vorstellungen leiten und wollen das, was sie da seltenes gefunden haben, einfach deshalb aufgeben. Das ist pervers – jedenfalls meiner Meinung nach.

Im Grunde genommen ist es doch ganz einfach. Treffen sich zwei erwachsene Menschen, die beide im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte sind – dann können sie tun und lassen was sie wollen. Natürlich nur, so lange beide damit einverstanden sind. Wenn sich meine Freundin nun peitschen lassen will, ändert doch das nichts an ihrer Person. Für mich ist sie immer noch dieselbe. Und selbst wenn ihr Freund morgen auf die Idee kommt, sie wie ein Pferd auszustatten und ihr ein Plätzchen im Heu anbietet, dann ist das für mich vollkommen okay. So lange sie dabei glücklich ist und vielleicht sogar ihre sexuelle Erfüllung findet, freue ich mich einfach für sie.

SusiBis nächste Woche, Eure Susi!

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