Fernbeziehungen

Viele Menschen führen Fernbeziehungen. Wir haben uns gefragt, ob das wirklich geht und wenn ja wie? Dazu haben wir mit einem Pärchen gesprochen, das eine Fernbeziehung führt.

Viele sind mit ihrer Fernbeziehung glücklich
Viele sind mit ihrer Fernbeziehung glücklich

In Deutschland gibt es momentan mehr Fernbeziehungen, als jemals zuvor. Es gibt viele Gründe, warum Paare oft eine Distanz von mehreren 100 Kilometern zurücklegen müssen, um sich zu sehen. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt erlaubt es vielen nicht, sich eine gemeinsame Wohnung zu nehmen und so müssen sich die Beteiligten dem Stress aussetzen.

Funktioniert so eine Beziehung wirklich?

Doch funktionieren diese Fernbeziehungen wirklich? Reicht es aus, sich nur am Wochenende und im Urlaub zu sehen? Uns hat das interessiert und so haben wir Kontakt mit den Leuten aufgenommen, die es am Besten wissen müssten – diejenigen, die schon über längere Zeit eine Fernbeziehung führen.

Wir trafen uns mit Ingo und Martina, einem hübschen Paar, in einem Café. Die beiden führen jetzt schon seit 4 Jahren eine Fernbeziehung und kennen alle Höhen und Tiefen, die sie mit sich bringt. Wenn man die beiden einmal beobachtet, hat man das Gefühl, sie wären gerade frisch verliebt, denn sie turteln ständig miteinander. Liegt es daran, dass sie sich so selten sehen?

Martina und Ingo erzählen ihre Geschichte:

Martina erzählt uns, wie die Beziehung aus ihrer Sicht verläuft: Vor 5 Jahren ging die Firma, in der ich arbeitete, pleite. Ich habe dann hier im Schwarzwald mehrere Monate nach einer neuen Arbeit gesucht, aber leider ohne Erfolg. Dann bekam ich ein Angebot aus Flensburg, das sehr lukrativ war. Anfangs wollte ich nicht ohne Ingo gehen, doch er redete mir gut zu und versprach, sich auch bald um einen neuen Job zu kümmern und mir dann zu folgen. So zog ich also nach Flensburg und trat meine neue Arbeit an.

Ingo erzählt uns die Geschichte dann weiter: Ich wollte Tina ja wirklich folgen, doch irgendwie wollte ich auch mein ganzes Umfeld nicht aufgeben. Als ich dann noch befördert wurde, haben wir den Umzug auf unbestimmte Zeit verschoben. Wir versuchen halt immer, uns so oft wie möglich zu sehen und meistens klappt das auch 2 Mal im Monat. Ich besuche sie dann oder sie kommt zu mir und wir nutzen die gemeinsame Zeit dann sehr intensiv.

Dabei schauen sich die beiden tief in die Augen und lächeln sich verliebt an. Aber diese oberflächliche Beschreibung reicht uns nicht aus und so fragen wir weiter. Unser besonderes Interesse liegt dabei natürlich beim Thema Treue und Sex-Leben in einer Fernbeziehung. Ingo lacht auf, als wir ihn danach fragen: Die Frage kommt eigentlich von jedem. Klar, es ist schwer, wenn man sich nur so selten sieht und oft überkommt einem einfach die Lust und man vermisst den anderen dann schon sehr. Aber dafür sind auch unsere Treffen umso lustvoller und oft verbringen wir unsere gesamte Zeit im Bett und holen dann alles auf.

Martina kichert etwas und ergänzt dann: Außerdem haben wir beide uns noch etwas einfallen lassen, um unsere Geilheit auch dann ausleben zu können, wenn wir uns nicht sehen. So schenkte mir Ingo beispielsweise kurz nach meinem Umzug einen Latex-Dildo, den er nach seinem Abdruck anfertigen ließ. Das war schon ein tolles Geschenk und um mich dafür zu bedanken, hab ich einfach die Videokamera laufen lassen, als ich den Dildo ausprobierte. Das Video schickte ich ihm dann zu und er war total begeistert.

An Ingos Strahlen in den Augen können wir sehen, das es wohl wirklich so war. Etwas verlegen fügt er hinzu: Ja, das war schon ein toller Film, den sehe ich mir heute noch oft an, wenn ich sie wieder einmal vermisse. Aber wir haben auch noch andere Möglichkeiten gefunden. So telefonieren wir zum Beispiel jeden Tag und auch da kommt es ab und an zum Sex. Und wenn die Sehnsucht zu groß wird, dann werfen wir beide unsere Webcam an und chatten dann so miteinander. So können wir dem anderen genauso zusehen, wenn wir uns Zärtlichkeiten schreiben und diese dann auch gleich umsetzen.

Hier gilt der Dank wieder einmal der neuen Technik, die solche Spiele möglich macht. Aber da uns die beiden noch nichts über das Thema Treue erzählt haben, haken wir hier noch einmal nach. Nun lächeln die beiden nicht mehr ganz so herzlich, aber Martina nimmt Anlauf und verrät uns: Ich müsste lügen, wenn ich sagen würde, das ist kein Thema bei uns. Anfangs waren wir uns natürlich einig, dass es nur mit absoluter Treue funktionieren würde. Doch mit der Zeit merkten wir beide, dass es sehr schwer sein kann, wenn man sich nur wenig sieht. Es sind einfach zu viele Partys, die man allein besucht und der Wunsch nach Wärme und körperlicher Zuneigung kann schon extrem groß werden. Da helfen dann auch unsere Spielereien am Telefon und unser Cybersex per Webcam nicht drüber hinweg.

Ingo nickt nur, als Martina weiter spricht: Nach ca. einem Jahr ist es mir dann passiert, das ich nach einer Betriebsfeier mit einem Kollegen im Bett gelandet bin. Es geschah einfach so, ohne das ich etwas dagegen hätte tun können. Am nächsten Tag hatte ich dann natürlich ein schlechtes Gewissen und überlegte, wie ich nun handeln sollte. Ich entschloss mich dann dazu, Ingo in einer Mail alles zu beichten und das tat ich dann auch. Das Schreiben fiel mir dann doch leichter, als es ihm persönlich zu sagen. Ich hab dann den ganzen Abend auf eine Antwort von ihm gehofft und bin sogar irgendwann am Computer eingeschlafen.

Als ich dann wieder aufwachte, war endlich eine Mail von ihm da und mit klopfendem Herzen öffnete ich sie. Ich hatte schon wahnsinnige Angst, dass er mit mir Schluss machte. Doch zu meinem Erstaunen schrieb er mir, dass er mich gut verstehen könnte und beichtete mir dann, dass es ihm ein paar Wochen vorher genauso ergangen war. Da griff ich dann gleich zum Telefon und wir unterhielten uns stundenlang darüber.

Jetzt meldete sich Ingo wieder zu Wort: Als sie anrief, fiel mir ein Stein vom Herzen. Endlich wusste sie, dass ich einen Seitensprung hatte und da es ihr auch passiert war, konnten wir ganz ohne Streit darüber sprechen. Wir einigten uns dann in diesem Telefonat darauf, das gelegentliche Ausrutscher vollkommen okay sind, solange wir keine anderen Beziehungen nebenbei laufen. Damit fahren wir bis heute ganz gut und wir sind auch immer so ehrlich und erzählen uns gegenseitig, wenn wir Sex mit jemandem hatten.

Über soviel Offenheit sind wir jetzt doch etwas überrascht und als wir wieder einen Blick auf die beiden Turteltauben werfen, sind wir uns sicher, das Fernbeziehungen wirklich funktionieren können, wenn beide Partner nur ehrlich genug sind und auch Kompromisse eingehen können. Wir verabschiedeten uns dann ganz dezent und wünschten Ingo und Martina noch viel Glück für ihre gemeinsame Zukunft.

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