Bisexualität – Der kleine Unterschied

Bisexualität unter Frauen finden viele antörnend. Unter Männern sieht es da schon anders aus. Das möchten viele nicht sehen. Aber warum ist das eigentlich so?

Bi-Sex wird nur bei Frauen gerne gesehen
Bi-Sex wird nur bei Frauen gerne gesehen

Es wird Zeit, dass einmal der kleine Unterschied zwischen Männern und Frauen angesprochen wird. Nein, hier sind nicht die rein äußerlichen Geschlechtsmerkmale gemeint – so aufgeklärt sollte jeder eigentlich schon sein. Auch wird nicht davon gesprochen, dass ein Geschlecht besser Einparken kann als das andere. Mit dem kleinen Unterschied ist lediglich die Tatsache gemeint, dass Bisexualität oder Homosexualität irgendwie nur bei Frauen chic und bei Männern eher verpönt ist. Ist doch eigentlich seltsam, oder? Woran liegt diese Einschätzung.

Samstagabend, 23.00 Uhr. Im Fernsehen läuft irgendein Softporno aus den 80er Jahren und Hans W. sitzt alleine auf seinem Sofa. Er starrt auf seinen Bildschirm und plötzlich weiten sich seine Augen, Schweiß tritt ihm auf die Stirn und sein Atem geht schneller. Da, direkt vor ihm, vergnügen sich gerade zwei vollbusige und schlecht geschminkte Frauen miteinander. Sie reiben sich gegenseitig den Busen, vollführen Zungenspiele und geben sich Küsse, die herrlich obszön aussehen. Ja, das ist nach Hans seinem Geschmack, da wird seine Lust angeregt.

Stellen wir uns die gleiche Situation noch einmal vor. Doch statt der beiden Frauen sind es nun muskulöse und gut gebaute Männer, die sich gegenseitig massieren, ablecken und sonst was tun. Die einzigen Regungen, die man dann bei Hans und vielen anderen sehen würde, wären das Verziehen des Gesichts und der Griff nach der Fernbedienung. So etwas will sich unser Hans schließlich nicht anschauen. Und so wie er denkt ein Großteil der Bevölkerung.

Auch in den Träumen von Männern geht es nur um Frauen, wenn Bisexualität im Spiel ist. Sie wollen zuschauen wie sich Frauen verwöhnen und gegenseitig zum Orgasmus bringen. Am liebsten wollen sie es selbst erleben, vielleicht sogar mit der eigenen Frau/Freundin und deren besten Freundin, die immer so sexy aussieht. Da bräuchten sie noch nicht mal im Mittelpunkt stehen. Vielmehr möchten sie erst einmal den stillen Beobachter spielen und erst, wenn sie es vor Lust nicht mehr aushalten, dürften sich beide Frauen gemeinsam um sie kümmern! Allerdings können sich diese Männer dasselbe Szenario mit dem eigenen besten Freund nicht vorstellen. Im Gegenteil – sie ekeln sich davor einen anderen Mann anzufassen.

Woran liegt es, dass Bi-Sex nur bei Frauen gern gesehen wird? Gut, Frauen sind in diesem Bereich wohl einfach aufgeschlossener als ihre männlichen Gefährten. Laut Studien kann sich jede zweite Frau vorstellen lesbischen Sex zu haben. Aber das erklärt noch immer nicht, warum bisexuelle Männer ihre Neigung nicht öffentlich ausleben können, ohne irritierte Blicke oder schlimmeres zu ernten.

Schuld an diesem Dilemma kann also nur unsere Gesellschaft sein. Wir tun immer so tolerant, weltoffen und aufgeklärt – doch tief in uns schlummern noch die moralischen Werte aus vergangenen Zeiten, die Sex zwischen zwei Männern einfach verbieten. Gut, einen schwulen Bekannten hat heute fast jeder, aber das ist ja auch etwas ganz anderes. Ist es das wirklich? Eigentlich nicht! Und doch können wir uns nicht vorstellen, dass unser Freund seinen Spaß nicht nur mit Frauen, sondern auch mit Männern hat. Männer haben sich da ganz klar für eine Seite zu entscheiden – und Frauen sollen vor den Augen ihrer Männer allen Lüsten frönen. Ziemlich antiquiert diese Einstellung. Und wenn es die Männer in den nächsten Jahrzehnten immer noch nicht schaffen die Bisexualität unter ihren Geschlechtsgenossen zu akzeptieren, so sollten sich doch wenigstens die Frauen daran erfreuen, wenn zwei durchtrainierte Körper sich vor ihren Augen vergnügen und sie dann schlussendlich das Finale zwischen ihnen verbringen dürfen!

SusiBis nächste Woche, Eure Susi!

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