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YouPorn - Wer steckt dahinter?

YouPorn, die Mutter aller Erotikvideoportale, blickt auf eine wahrlich spektakuläre Entstehungsgeschichte zurück. Vor allem zu Beginn hatte es das umstrittene Projekt nicht wirklich leicht – dem Megaerfolg tat es am Ende allerdings keinen Abbruch.

Jeder kennt die Seite, ob vom Hörensagen oder aus der eigenen Favoritenliste: YouPorn, ein Videoportal für Sexvideos jeder Art. Die Idee entstand getreu dem Titel auf Basis des Megaerfolgs YouTube: Die von Google 2007 übernommene Videoseite bedient heute jeden Geschmack mit maximal 10 Minuten langen Videoclips. Der Haken sind allerdings die Nutzungsbedingungen: Erotik- oder Pornoinhalte dürfen auf dem populären Web 2.0-Portal nicht publiziert werden. Dieser Nische haben sich die YouPorn-Macher Anfang 2007 bedient und seither eine echte Erfolgsgeschichte geschrieben, die im Adult-Bereich trotz zahlreicher Kopien weiterhin ihresgleichen sucht.

Das Prinzip ist schnell erklärt: Auf YouPorn darf jeder Erotikvideos hochladen, ob aus dem privaten Archiv oder Ausschnitte aus bekannten oder weniger bekannten Pornoproduktionen. Die Videos werden beim Upload ins Flashformat umgewandelt und binnen Sekunden Millionen von Besuchern zugänglich gemacht. Kein Wunder, dass YouPorn bereits nach einem Monat kräftig in eine neue Serverfarm investieren musste, da die Seite angesichts des riesigen Besucheransturm regelmäßig zusammengebrochen ist. Heute verzeichnet die Pornosuchmaschine nach inoffiziellen Angaben fünf Millionen Besucher – pro Tag, wohlgemerkt! Damit gehört YouPorn zu den erfolgreichsten Videoportalen im internationalen Web 2.0-Bereich, wird aber aufgrund des „schlüpfrigen“ Hintergrunds nur selten in solchen Statistiken aufgeführt.

Rechtlich bewegt sich YouPorn je nach Land in einer Grauzone. Größtes Problem: Oft werden nicht lizenzierte Filmausschnitte hochgeladen, die Marken- und Urheberrechte verletzten. Entsprechend ist es kein Wunder, dass die Macher dieses Erfolgsunternehmens weitgehend anonym geblieben sind. Lediglich eine Kontakt-Mailadresse wurde publiziert – wer letztendlich hinter dem Projekt mit dem gewagten Namen steckt, ist nach wie vor unbekannt. Mehrere Tausend Hardcore-Videos werden pro Tag neu hochgeladen, kommentiert und bewertet: Auf kurz oder lang war es klar, dass die Pornovideosammlung mit dem Jugendschutz kollidiert. In Deutschland mussten diverse Provider aufgrund gerichtlicher Anordnungen die Server-IPs von YouPorn sperren, weil Jugendschützer auf die Barrikaden gegangen sind. Der rasanten Verbreitung der Website hat dies allerdings keinen Abbruch getan: Längst gibt es Mittel und Wege, die IP-Sperrung mit wenigen Klicks in der Windows-Systemsteuerung zu umgehen.

Auch die Pornofilmindustrie hat den Kampf vor dem Kadi größtenteils wieder aufgegebenen: An dem Erfolg des XXX-Videoportals gibt es kaum was zu rütteln. Stattdessen herrscht nun ein Paradigmenwechsel: Bekannte Pornoproduzenten aus dem kalifornischen San Fernando Valley nutzen YouPorn und vergleichbare Plattformen inzwischen, um ihre Produktionen mit selbst hochgeladenen Auszügen zu promoten. Auch gibt es seit geraumer Zeit Gerüchte über mögliche Premiumdienste auf Youporn, bei denen die Nutzer gegen geringes Entgelt Zugang zu Premium-Content mit bekannten Pornostars erhalten können. Konkret ist hier allerdings noch nichts: Das immense Trafficaufkommen finanzieren die Macher derzeit nur über verhältnismäßig dezente Werbeeinblendungen. Sollte der Besucherzuwachs weiterhin anhalten, dürfte dies keine dauerhafte Lösung bleiben – diversen Schätzungen zufolge bezahlt YouPorn monatlich mehrere Hundert Tausend US-Dollar für die Serverfarm.

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» YouPorn - Wer steckt dahinter?
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» Wie Webmaster den YouPorn-Traffic zu Geld machen
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