Selbstbefriedigung – Kreativität zahlt sich aus
Hier ein bisschen rubbeln, dort mal vorsichtig ziehen – genießt man die schönste Nebensache der Welt mit sich allein, dann weiß man wie man schnell zum Ergebnis kommt. Variationen gibt es nicht viele, schließlich läuft doch immer alles auf dasselbe raus, oder? Falsch! Routine in der Selbstbefriedigung ist genauso Lust killend, wie Routine beim Sex zu zweit. Kreativität ist gefragt – und dazu zählt eindeutig nicht das rohe Steak, das zwischen die Heizungsrippen geklemmt für ein echtes Pussy-Feeling sorgt!
Solosex ist geil. Man kann in seinen eigenen Gefühlen versinken, muss auf niemanden Rücksicht nehmen und auch nicht zwangsweise gute Mine zum bösen Spiel machen, wenn die Hände des Partners den Körper wie eine Chips-Tüte behandeln und einfach drauf los grabschen. Klar, man muss hier und da auch ein paar Abstriche machen, aber die nimmt man ja gern in Kauf, schließlich weiß man auch wozu: Für einen geilen Orgasmus, den man weder vortäuschen noch herauszögern muss.
Aber sind wir doch mal ehrlich, früher war der Solosex eindeutig besser. Da haben wir unsere Körper noch nicht so gut gekannt und uns vorsichtig an die Stellen heran getastet, die schöne Gefühle versprachen. Und heute? Da gehen die Hände schnurstracks zum Zentrum der Lust, rubbeln, streicheln und drücken daran bis der ersehnte Orgasmus kommt; und das war es dann auch schon. Die Motivation stimmt, das Ergebnis auch, aber der Weg dorthin lässt doch etwas zu wünschen übrig. Schließlich wollen wir beim Sex mit anderen ja auch nicht immer dieselbe Stellung, warum sind wir also beim Masturbieren auch noch so schrecklich unkreativ?
Änderungen können da schon kleine Hilfsmittel versprechen, mit denen man die Lustkurve ziemlich schnell in die Höhe schnellen lässt. Keine Angst, hier kommt jetzt nicht der tausendste Ratgeber über handelsübliche Sextoys – nein, Spaß bei der Selbstbefriedigung kann man auch anders haben. Auch das Gemüse und Obst kann ruhig im Kühlschrank bleiben. Vitamine wirken anal eingeführt eh nicht auf den Körper. Wovon wir hier sprechen, dass sind die phänomenalen Dinge aus dem Alltag, die uns beim Sex explodieren lassen.
Da gibt es zum Beispiel diese Massage-/Peeling-Handschuhe, die man in jeder Drogerie für ein oder zwei Talerchen erstehen kann. Setzt man sie richtig ein, hebt man in Sekundenschnelle ab. Nicht zu verachten sind auch Rouladen-Spieße oder Zahnstocher. Man ahnt ja gar nicht, wie empfindlich man nach ein paar vorsichtigen Pieksern in einigen Regionen sein kann. Auch die Wäscheklammern werden immer beliebter, erzeugen sie doch einen süßen kleinen Schmerz, wenn sie nicht gerade zu fest gespannt sind.
Es gibt also tausende von Möglichkeiten beim Solosex kreativ zu sein. Das typische Handspiel hat damit schnell ausgesorgt, ohne dass man ihm hinterher trauert. Klar, man muss seine Fantasie schon etwas anstrengen, um mehr Spaß zu haben. Es heißt ja aber nicht umsonst: Erst die Arbeit, dann das Vergnügen! Doch Vorsicht: Bei jeder Arbeit gibt es Schutzmaßnahmen zu beachten. Spiele mit Strom können alleine zwar heiß, aber nicht immer anmachend sein. So ein elektrischer Schlag tötet garantiert jedes Lustgefühl. Auch von Gerätschaften, in denen Messer, Scheren oder sonst was enthalten sind, sollte man die Finger lassen. Die Geschichten mit dem Staubsauger und Verlust des dritten Beins haben wir ja schließlich alle schon oft genug gehört!
Bis nächste Woche, Eure Susi!
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