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Selbstbefriedigung als gemeinsames Vorspiel

„Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“, ist ein altbekannter Spruch, gerade im Bereich des Sexes sollten Paare vielleicht aber auch öfter den Satz „Liebe dich selbst wie deinen Nächsten“ berücksichtigen. Die Rede ist hier von Selbstbefriedigung und zwar nicht als Akt der Selbstverwöhnung (das natürlich auch), sondern vielmehr als ausgefallene Art des gemeinsamen Vorspiels. Das mag zunächst ein wenig widersprüchlich klingen, doch Selbstbefriedigung ist bei Weitem nicht so einseitig ausgeprägt, wie es zunächst den Anschein hat.

Manchmal liegt der Reiz nämlich gerade darin, den Partner dabei zu beobachten, wie er sich selbst Lust verschafft, denn letztendlich überträgt sich diese Spannung und diese knisternde Erotik auch auf die eigenen Empfindungen. Eine nicht alltägliche Situation, die in gewisser Hinsicht auch voyeuristische Triebe bedient, eine Sehnsucht, die den meisten Menschen nicht fremd ist. Den anderen zu sehen, wie er sich leicht entrückt an den intimsten Stellen seines Körpers berührt, wie er vor Extase stöhnt und sich seine sexuellen Empfindungen in einem anschwellenden Rhythmus steigern, um ein kaum noch erträgliches Maß zu erreichen, ohne selbst aktiv einzugreifen, kann das eigene Verlangen und die eigene Erregung auf die Spitze treiben.

Die Mischung aus auffordernden Blicken, dem lustvollen Sich-Fallen-Lassen des Partners und dem Zwang, sich und die eigene Befriedigung zurückzuhalten entlädt sich dann oft in einem wilden und leidenschaftlichen sexuellen Ausbruch, der für beide zu einem nie gekannten Erlebnis werden kann.

Am intensivsten dürfte es zweifellos sein, wenn einer dabei wie beschrieben zunächst in die völlig passive Rolle schlüpft, aber auch das gleichzeitige Masturbieren ist eine denkbare und sehr reizvolle Spielvariante.

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