In diese Kategorie fallen auch die Mieterin und der Einbrecher (wahlweise der ruppige Vermieter), die Spaziergängerin und der Gangster oder ganz allgemein alle Spiele, bei denen grob das Schema Opfer und Täter in seinen unterschiedlichen Schattierungen auftaucht. Kern des Ganzen bildet immer die eher brutale oder rohe Kraft des Mannes und die Schutzlosigkeit der Frau, die sich seinem Willen mit mehr oder weniger Gegenwehr zu beugen hat. Wie bei den meisten Sexarten, die einen Hang in die SM-Region aufweisen, sollte auch hierbei vorher ganz genau festgelegt werden, wo die Grenzen liegen beziehungsweise welches Codewort in besonderen Fällen eindeutig stopp bedeutet.
In der eher harmlosen Variante geht es nur darum, dem Blümchensex zu entfliehen und durch reinen lustgesteuerten Verkehr, sich Befriedigung zu verschaffen – Piraten sind schließlich lange auf See, da staut sich einiges an und es wird sich nicht unnötig mit Schmeicheleien aufgehalten. Auf einem extremeren Level wird die Frau – rein theoretisch natürlich – gegen ihren Willen genommen, also praktisch zum Sex gezwungen. Speziell hier sind Absprachen verständlicherweise von zentraler Bedeutung.
Der Lustgewinn erweist sich dabei als sehr vielfältig. Der Mann zum Beispiel kann es als äußerst anregend empfinden, Macht aus der Erniedrigung seiner Partnerin zu ziehen und die Zügel in der Hand zu halten. Die Frau kann auf der anderen Seite eine starke Stimulierung, die aus ihrer scheinbaren Hilflosigkeit resultiert, verspüren. Besonders wenn sie sich aktiv gegen den Sex, den sie zwar haben will, wehrt, trägt die physische Anstrengung, die damit verbunden ist, zusätzlich zu einer enormen Erregung und damit zu einem vermutlich ziemlich intensiven Erlebnis bei.