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Erziehungsspiele – böse sein zahlt sich aus

Erziehungsspiele sind eindeutig der SM-Szene zuzuordnen, da sie nur auf der Basis von Dominanz und Gehorsam (oder Nicht-Gehorsam) funktionieren und damit stets die Herabsetzung eines Partners zur Folge haben. Die sexuelle Stimulierung resultiert dabei einerseits aus der Machtausübung und andererseits aus der Unterdrückung beziehungsweise Bestrafung, wobei Letztere verbaler oder körperlicher Natur sein kann – für Unersättliche natürlich auch beides. Im Übrigen lassen sich an dieser Stelle auch sehr schön Elemente des Dirty Talk oder des Petplay einbauen, aber das muss jeder für sich wissen.

Überwiegend werden dabei aus eigener Erfahrung bekannte Situationen gewählt, wie Lehrer und Schüler, und eventuell mit Utensilien wie einem Zollstock, der zur Bestrafung verwendet wird, unterstützt. Die Verbindung von Schmerz, Demütigung und daraus gezogener Lust kann so zu einer enormen Befriedigung führen. Gerade Menschen, die in ihrem eigentlichen Leben eher führende Positionen einnehmen, können sich hier fallen lassen. Selbstverständlich dürfen die Rollen nach Belieben gewechselt werden – das bringt Spannung und Bewegung in das Spiel.

Eines der bekanntesten Schlagwörter in diesem Zusammenhang ist der Begriff „Englisch“. Er bezeichnet ein Erziehungsspiel mit zwei festgelegten Charakteren: die Zofe und der ungehorsame Bursche. Gerade die Kombination aus britischem Stil, der prüden Ausstrahlung der Zofe und der zur Schau gestellten Strenge ergibt eine anregende Mischung, speziell weil hier anders als bei einer klassischen Domina in Lack und Leder der sexuelle Aspekt bis zum Letzten verdrängt wird. Das soll selbstverständlich nicht heißen, dass der Bursche nicht irgendwann im Laufe seiner Erziehung über sich hinauswächst und von seiner (dann vermutlich nicht mehr ganz so) strengen Mentorin einfordert, was ihm zusteht.

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