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Coitus Interruptus

Das bewusste Hinauszögern des eigenen Samenergusses

Mit Coitus Interruptus mehr Spaß am Sex Was unterscheidet das Sexualleben von Frauen und Männern drastischer als alles andere? Schenkt man dem Gutachten des Boroughhill-Instituts aus Boston Glauben, ist es die Fähigkeit der Frauen, mehrfache Orgasmen in einem Sexakt erleben zu können, während bei Männern die Munition meist bereits nach dem ersten Schuss aufgebraucht ist. Neidisch, die Herren? Nun, das muss nicht sein, denn Sie haben eine ganz andere Fähigkeit, den Genuss zu verlängern.

Bereits in der griechischen Antike war die Kunst des Coitus Interruptus – das bewusste Hinauszögern des eigenen Samenergusses – ein weit verbreiteter und angesehener Beweis der Manneskraft. Je länger ein Mann imstande war, sich zu beherrschen, desto höher stand er im Ruf, begehrter als andere zu sein. Dabei findet man den Ursprung nicht in Griechenland selber, sondern im benachbarten und verfeindeten Sparta. König Leonidas war der Schar seiner Kinder überdrüssig und beschloss, keine mehr zu zeugen. Auf Frauen wollte er jedoch weiterhin nicht verzichten, also beendete er den Akt kurz vor seinem eigenen Orgasmus. Im Grunde könnte man sogar sagen, sein Verhalten war die erste dokumentierte Art der Empfängnisverhütung. Was für ihn Mittel zum Zweck war, entwickelte sich über die Griechen bis in die Neuzeit zu einem wahren Segen für das weibliche Geschlecht. Nicht zu vernachlässigen, dass der Mann dabei auch nicht zu kurz kommt.

Ganz im Gegenteil: Die steil ansteigende Lernkurve, sich selber zu kontrollieren, mag für manche anfänglich abschreckend wirken, doch die Belohnung dafür fällt umso bedeutender aus. Die Dynamik und Intensität des Samenergusses ist nach einem Kraftakt von beispielsweise eineinhalb Stunden ist so gewaltig wie ein Feuerwerk am Times Square zum Jahreswechsel. Durch den inneren Kampf gegen den eigenen Trieb kann man die gefühlte Stärke des Orgasmus mit der Zahl der Hinauszögerungen multiplizieren.

Die Techniken und Tipps zum Erlernen sind ein deutlicher Beweis, dass sich Sex hauptsächlich im Kopf abspielt. Wenn Mann spürt, dass Es bald soweit ist, sind Gedankenspiele die beste Idee, sich zu beherrschen. Vorstellungen über ein gediegenes Golfspiel, einen gemütlichen Spaziergang oder den nächsten Besuch bei der Schwiegermutter sind dabei sehr nützlich, da sie die Konzentration auf eine ruhige Ebene schieben. Wenig sinnvoll dagegen sind Gedankenspiele über andere Frauen, den letzten Sieg des Lieblingsvereins und ähnlich aufrüttelnde geistige Bilder. Als Faustregel kann man sagen: Ruhig, Brauner! Tief durchatmen, runterkommen und weiter geht’s. Nicht nur Sie werden überrascht sein über das Resultat ihrer Bemühungen – auch die Damenwelt wird es wohlwollend aufnehmen.

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