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Von Ästhetik und Augenkrebs

Von Ästhetik und Augenkrebs Es lässt sich nicht mehr verleugnen: der Sommer hält Einzug. Und mit den Sonnenstrahlen und steigenden Temperaturen wächst auch der Wunsch des Menschen, möglichst wenig Stoff auf der Haut zu verteilen. Röcke werden kürzer, Tops knapper und auch unsere männlichen Mitmenschen greifen zu Shorts und anderen sommerlichen Kleidungsstücken. So bekommen wir alle eine Menge zu sehen – ob wir wollen oder nicht!

Wir alle lieben die Jahreszeiten, in denen die Temperaturen immer höher klettern – besonders die Männer. Das ist auch ganz normal, schließlich bekommt man sonst nur selten so viele sexy Mini-Röcke und tiefe Ausschnitte auf offener Straße zu sehen. Auch Frauen freuen sich darauf, wenn die Männer mal wieder etwas mehr Haut zeigen – gegen einen muskulösen Oberkörper hat man schließlich nie etwas einzuwenden. Doch nicht alles, was mit knappen oder sogar fehlenden Kleidungsstücken durch die Gegend läuft, ist gleich ein Augenschmaus.

Und das wiederum ist auch gut so. Männer, stellt euch einfach mal folgendes Szenario vor: Ihr sitzt in einem Straßencafé, es ist angenehm warm und die Sonne scheint euch ins Gesicht. Plötzlich taucht vor euch eine Blondine auf. Ihr Haar ist lässig zum Pferdeschwanz gebunden und das Klackern ihrer Pfennigabsätze auf dem Stein der Straße hört man schon aus mehreren hundert Metern Entfernung. Mit einem ersten Blick registriert ihr lange Beine, die in einem weit schwingenden Mini stecken – gar nicht mal übel. Der nächste Blick geht ins Gesicht, auch das ist hübsch anzusehen. Von da an geht es abwärts und unter dem engen Top, das dieses Girl trägt, zeichnen sich große und kugelrunde Brüste ab. Schon leicht sabbernd geht der Blick noch ein Stückchen tiefer – und dann kommt der Schock: Zwischen Top und Mini liegen gut 10 cm. Und genau diese 10 cm bestehen aus einem Speckröllchen, das sich zwischen den Stoffen hervorpresst. Das macht alles zunichte!

Es muss nicht immer das Speckröllchen sein, was alles zerstört. Auch das Fehlen eines notwendigen BHs, behaarte Beine oder anderes können das schöne Bild zerstören und plötzlich wünscht man sich den Winter zurück, wo alle dick eingepackt waren und solche Anblicke erspart blieben.

Aber nicht nur den Männern geht es so. Wir Frauen sehen uns mit nackten, verschwitzten und vom Bierkonsum gezeichneten Oberkörpern wieder, stoßen auf Tennissocken in Sandalen und kalkweiße Beine in unmöglichen karierten Shorts. Anlässe, den Kopf lieber wieder abzuwenden, gibt es bei beiden Geschlechtern mehr als genug. Dabei ist es ja gar nicht schlimm, wenn man ein paar Pfund zuviel auf den Rippen hat, die Beine noch etwas unrasiert oder blass sind oder irgendwas anderes am Körper nicht so ganz stimmt. Schlimm ist es nur, wenn man das so offensichtlich zeigt.

Pfundige Frauen können verdammt sexy aussehen, wenn sie ihre Rundungen gut verpacken und wer keine Lust hat, sich jeden 3. Tag mit dem Rasierer zu beschäftigen, kann luftige Hosen tragen und lieber seinen Oberkörper in Szene setzen. All das ist vorteilhaft, lockt zu einem genaueren Blick und bringt auch ein Lächeln hervor, statt das Verziehen des Gesichts.

Also lautet mein Appell in dieser Woche: Reißt euch alle mal ein wenig zusammen. Jeder hat an seinem Körper Stellen, die man wunderschön hervorheben kann und natürlich auch welche, die man besser nicht in den Vordergrund stellen sollte. Halten wir uns an diese einfachen Regeln, dann ist so ein Nachmittag im Straßencafé das reine Vergnügen, erzeugt Lust und bringt die Hormone zum Kochen. Vergessen wir die Regeln, muten wir unseren Mitmenschen einfach zu viel zu – von Übelkeit bis Augenkrebs ist da alles möglich!

Bis nächste Woche, Eure Susi!

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